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DAS WEISSE ZIMMER

bietet die Möglichkeit, sich Erfahrungen im Zusammenhang mit Abtreibung von der Seele zu schreiben.


Die stummen Stimmen...

 

Abtreibung ist auch heute - leider - immer noch Tabuthema. Frauen sprechen nicht davon, weil sie zu Recht Angst davor haben, für ihre Entscheidung angegriffen und verurteilt zu werden. Nur wer selbst einmal in der Lage ist, erfährt, wie viele Frauen wirklich abtreiben. Es scheint fast wie eine Gemeinschaft von Verschworenen.

Mir haben viele ungewollt schwangere Frauen geschrieben: von ihren Sorgen, ihren Wünschen, ihren innersten Überzeugungen. Hier möchte ich ein paar von ihnen zitieren, natürlich ohne Namen oder andere persönliche Angaben.

Die stummen Stimmen müssen an die Öffentlichkeit.

 

    Hier schreiben ungewollt Schwangere...
                                      
    ...vor der Abtreibung.
                                      
    ...nach der Abtreibung.
                                      
    ...ihre Meinung.

 

1)       VOR DER ABTREIBUNG

  • “Ich habe solche Angst, ich kann dieses Kind nicht bekommen. Kannst du mir helfen und die Angst vor der Abtreibung nehmen? Ich habe eine panische Angst, das Kind bekommen zu müssen.”
     
  • “Heute war der Tag, an dem ich mich auf die Suche nach Infos machte... um eine Entscheidung zu treffen... was ich fand, waren Vorwürfe und die Erinnerung, daß es Mord wäre... als wenn es nicht schon schrecklich genug wäre: ungewollt schwanger... trotz Verhütung...”
     
  • “Ich weiß noch nicht, wie ich mich entscheiden werde, aber ich war froh, auf Deiner Seite kein Bild eines Kindes zu sehen, das in der 7. Woche so und so aussieht. Es ist entsetzlich und macht einem ein fürchterlich schlechtes Gewissen.
    Ich habe meine drei Kinder schon alleine großgezogen und kann mir nicht vorstellen, noch ein Kind alleine aufzuziehen. Es ist überhaupt nicht der Wunsch vorhanden, das Kind auszutragen, aber ich schäme mich entsetzlich für meine Gedanken.”
     
  • “Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie schlecht es mir bei dem Gedanken geht, daß ich schwanger sein könnte.”
     
  • “Einerseits möchten wir das Kind, aber andererseits haben wir im Moment nicht die Mittel, es großzuziehen. Ich habe Freundinnen und einen Freund, der hinter mir steht, aber es ist total ungeplant und ich habe einfach Angst, es nicht zu schaffen. Ich finde deine Entscheidung sehr mutig, und ich wünsche mir, daß ich mutig genug bin, die richtige Entscheidung zu treffen.”
     
  • “Meine Abtreibung findet in ca. einer Stunde statt und ich hatte gerade die totale Panik, nachdem ich auf eine Website von Abtreibungsgegnern geraten war. Es werden dort unter anderem Fotos von Embryonen gezeigt, die weit älter sind als unter den Bildern angegeben.”
     
  • “Ich möchte das Baby eigentlich sehr gerne haben. Ich habe ja auch schon ein kleines Bäuchlein und freue mich wirklich sehr, daß ich schwanger bin. [...]
    Ich denke, ich werde das Baby bekommen. [...]
    Es ist ja schließlich mein Kind und was wäre ich für eine Mutter, wenn ich mich dagegen entscheiden würde, nur weil ein Mann sagt, es paßt ihm im Augenblick nicht so gut.”
     
  • “Jetzt ist es bereits über einen Zentimeter groß, und ich sah sogar das kleine Herz auf dem Monitor schlagen. Es zerbrach mir beinahe mein Herz. [...]
    Meine Gründe, weshalb ich abtreiben würde, sind, daß ich mir eine Familie wünsche, und dazu gehört ein Mann, auf den ich mich verlassen kann, der hinter mir steht.
    Ich wünschte mir, alles zu planen. Ich möchte noch frei und ungebunden sein. Ich möchte eine gewisse Sicherheit. Und ich bin noch nicht wirklich bereit für eine solche Veränderung in meinem Leben. Dennoch habe ich es schon sehr liebgewonnen. Ich widerspreche mir in jedem Satz, und genau darum weiß ich nicht, ob meine Entscheidung, die ich treffen werde, jemals richtig sein wird.”
     
  • “Du hattest mich gefragt, in welcher Woche ich bin, ich bin jetzt Anfang 7. Woche. Ich habe jedoch keinerlei Bezug, kein Glücksgefühl... keine sehnsüchtigen Blicke auf andere Babys, einfach nichts, und das ist es, was mich in meinem Entschluß so bestärkt.”  ---> diese Frau schrieb auch nach der Abtreibung .
     
  • “Ich hatte im April dieses Jahres ebenfalls eine Abtreibung und war zu diesem Zeitpunkt mehr als nur fertig. Ich konnte mit niemandem reden. Nun, warum ich heute deine Seite aufsuche... Es ist... ich bin wieder schwanger geworden. [...]
    Ich fühle mich so... schlecht, ich meine, meine Situation hat sich bis heute nicht geändert, so daß ich dieses Kind ebenfalls nicht behalten kann und auch wieder mit niemandem reden kann.”

 

2)        NACH DER ABTREIBUNG

  • “Als ich dann rausging [nach dem Abbruch], fühlte ich mich irgendwie erleichtert, frei! Und ich wußte, daß ich das Richtige getan hatte.”  ---> diese Frau schrieb auch vor der Abtreibung.
     
  • “Ich habe vor einer Woche einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Ich leide sehr darunter. Denn es war nicht mein eigentlicher Wille, ich fühlte mich so sehr vom Vater des Kindes dazu gedrängt, daß ich schließlich nachgab.
    Meine Schuldgefühle sind riesengroß und ich weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll.”
     
  • “Manchmal kommt doch ein wenig das schlechte Gewissen hoch - so nach dem Motto: Du hast ihm/ihr überhaupt keine Chance gegeben... aber trotzdem bereue ich den Abbruch überhaupt nicht - ganz im Gegenteil: ich bin froh, daß ich mein Leben doch so leben kann, wie ich will.”
     
  • “Du ich kann dir sagen, ich fühl mich so richtig gut. Es war die beste Entscheidung, seit ich denken kann. [...]
    Und weißt du was, wenn ich meine Freundinnen mit ihren kleinen Babys sehe, dann hab ich da gar kein Problem damit, ich hab’s eigentlich schon vergessen. Ich kann die Kleinen trotzdem auf den Arm nehmen und mich an ihnen freuen. Es war der richtige Weg.”
     
  • “Der Abbruch ist nun gerade mal 2 Monate vorbei. Manchmal bin ich so verzweifelt und hadere sehr mit meinem Leben. Die theoretische Entscheidung war richtig, jedoch die emotionale Belastung ist für mich momentan sehr groß.”
     
  • “Ich hatte eine Abtreibung vor ca. 20 Jahren und erinnere mich noch daran, daß ich, als ich wieder zu Hause war, brav auf das schlechte Gewissen gewartet habe. Kam aber nichts.”
     
  • “Ich hatte vor 10 Jahren eine Abtreibung und wurde von meinem Arzt (einem Mann...) sehr schlecht behandelt.
    Die Politiker, die sich anmaßen, über den Körper von Frauen zu bestimmen, sind ja interessanterweise meist Männer, die auch noch aufgrund ihres Alters jenseits von gut und böse sind.”

 

3)          MEINUNGEN

  • “Ich finde es eigentlich schade, daß es nicht mehr informative Seiten FÜR die Frauen gibt, die ungewollt schwanger oder noch zu jung sind, damit die sich informieren können und Antworten auf all die Fragen finden, die sie beschäftigen.”
     
  • “Man traut sich nicht wirklich, das jemandem zu erzählen. Bei dem Thema kochen die Emotionen hoch, merkwürdig, vor allem wenn Leute meinen, sich dazu äußern zu müssen, obwohl sie noch nie ‘was damit zu tun hatten.”

 

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